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Wenn Gott sich jedes Mal vor der Sünde zurückgezogen hätte, wäre die Welt gottlos geworden und schon längst untergegangen. (Seite 23)
„Bei Gott“, sagte Jeschua, „sind alle Dinge möglich. Aber manchmal sind die Umwege zu ihm gewaltig und langwierig.“ (S. 194)

 

Cover: ChefvisiteZum Inhalt

Es ist einige aus den Fugen geraten auf der Erde, also macht sich Jesus alias Jeschua auf zur Chefvisite - zu einem erneuten Besuch auf der Erde. Dieses Mal nicht um zu sterben, sondern einige Dinge zu korrigieren, die aus dem Ruder gelaufen sind, und Entwicklungen anzustoßen, damit die Richtung wieder stimmt.
Zusammen mit Oliver, den er „zufällig“ trifft, reist er durch die Welt, um seine Mission zu erfüllen.

 

 

 

Meine Meinung

Es ist ein paar Tage her, daß ich das Buch beendet habe, und noch immer bin ich mir unsicher, welche Meinung ich dazu habe. Also, daß ich es beendet habe, darüber bin ich durchaus froh, diese Meinung ist eindeutig. Nur was ich von dem Inhalt halten soll, dessen bin ich mir immer noch unsicher.

Zweifellos ist, daß der Autor einen flüssig und flott lesbaren Stil schreibt, für die Thematik angemessen. Das Buch liest sich also „schnell weg“ - ob ein solches wiederum so gut ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Seit ich vor einiger Zeit mit einem Autor eine Diskussion um ausgefeilten Sprachstil geführt habe, bin ich mir da nicht mehr so sicher, daß ein schnelles Lesen und Verstehen eines Textes unbedingt ein Zeichen von Qualität ist.

Die Idee des Romans ist durchaus originell und hat mich gereizt, denn die Frage, wie Jesus wohl reagieren würde, käme er heute, habe ich mir selbst schon oft gestellt. Jesus hat zu seiner Zeit weder Tabus beachtet noch sich an die Regeln gehalten, wieso sollte das bei einer erneuten Ankunft auf der Erde heute anders sein? Insofern kann ich dem Autor folgen. Genau genommen, würde ich so ein Verhalten Jesu sogar erwarten. Aber würde er vieles, was er damals gelehrt hat, wirklich so radikal über den Haufen werfen, wie in diesem Buch dargestellt?

So heißt es z. B. in Matthäus 5,18: „Amen, ich sage euch: bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.“, auch in weiteren Stellen im NT bekräftigt Jesus die Gültigkeit der Heiligen Schrift. Wie der Autor dann zu der Schlußfolgerung „Die Bibel ist kein Wahrheitslexikon, sondern ein seelsorgliches Buch.“ (vgl. S. 193) (im Buchzusammenhang sinngemäß gemeint, man kann die Bibel so verstehen, wie man es gerade braucht), entzieht sich meinem Verständnis.

Mehr als seltsam fand ich auch den Besuch beim Papst - obwohl, ich bin mir nicht ganz sicher, ob Autor und Verlag (beide evangelisch) bewußt ist, was sie mit der Darstellung im Buch implizieren: es wird nämlich der Primat des Papstes sowie indirekt seine Stellung als Stellvertreter Christi (und damit die Röm.-Kath. Kirche als die Kirche) dargestellt. Insofern stimme ich mit dem Autor allerdings überein.

Und ein drittes sei noch erwähnt: Jesus tritt im Buch auf, sagt (sinngemäß) „Ich bin der Auferstandene Jesus, der gekommen ist, um nach dem Rechten zu sehen“ - und jeder glaubt das sofort ohne irgend einen Zweifel oder gar Rückfrage. Wenn zu mir jemand mit diesem Anspruch käme, würde ich schon etwas mehr als einen so nebenbei hingeworfenen Satz benötigen, um dem Glauben zu schenken. Mag sein, daß der wiedergekommene Jesus eine Ausstrahlung hatte, daß man ihm das sofort abnahm - nur hat der Autor mir das nicht nahe bringen können, ich mußte mir das als Erklärung selbst zusammen reimen. Auch hatte ich das Gefühl, immer wenn es ernst wird, blendet der Autor aus, als ob er nicht wüßte, wie er das schreiben bzw. beschreiben soll.

Was mich am Buch aber wirklich gestört hat, ist die Nachbemerkung. Die ist nämlich keine Nachbemerkung, sondern Teil des Romans. Der Ist mitnichten mit dem Wort „Ende“ zu Ende, sondern erst mit der Nachbemerkung. Bei so etwas fühle ich mich vom Autor immer auf den Arm genommen, und das schätze ich nicht. Matheson hat das in seinem Roman „Das Ende ist nur der Anfang“ zwar sehr ähnlich gehandhabt, aber dort ist das als „Epilog“ gekennzeichnet - und damit eindeutig Teil der Romanhandlung. Hier wird der Eindruck erweckt, daß der Roman zu Ende sei und der Autor noch ein (sachliches) Nachwort gibt - was nicht stimmt.

Inhaltlich gefallen - auch das gab es - haben mir die Aussagen Jesu über die Schöpfung und Entwicklung derselben sowie die Ansicht, daß die Erde nicht der einzige bewohnte Planet im Universum ist. Der Astrophysiker Sebastian von Hoerner hat in seinem Buch „Sind wir allein? SETI und das Leben im All“ die Wahrscheinlichkeit, daß es auf anderen Welten Leben gibt, ausgerechnet. Diese ist in Promille zwar extrem gering, bezogen auf die Größe des Universums jedoch in tatsächlicher Anzahl wiederum relativ hoch.

Insgesamt habe ich „Chefvisite“ als ein gut und locker zu lesendes Buch empfunden, das die Möglichkeit eines erneuten Besuches Jesu auf der Erde durchspielt. Der Roman vermag einige, darunter durchaus positive, Denkanstöße zu vermitteln; jedoch hatte ich über weite Strecken das Gefühl, daß der Autor dem Jesus des Buches vor allem sein eigenes Wunschdenken in den Mund gelegt hat. Vieles davon mag dem heutigen Zeitgeist entsprechen, nur ob es auch dem Geist Jesu entspricht?

 

Mein Fazit

Jesus zurück auf der Erde, um nach dem Rechten zu sehen. Locker und flüssig geschrieben, ist der Autor für meine Begriffe zu sehr dem Zeitgeist verhaftet und verfolgt zu sehr sein eigenes Wunschdenken.

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Über den Autor

Albrecht Gralle hat evangelische Theologie studiert und ist Pastor des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten). Seit 1976 schreibt er nebenberuflich, seit 1993 ist er hauptberuflich als Schriftsteller tätig.

 

Bibliographische Angaben siehe diesen Beitrag: Gralle, Albrecht: Chefvisite (Buchdaten)

 

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Kellner, Albrecht: Christsein ist keine Religion

„Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“ Werner Heisenberg (Seite 38)

 

Cover: Christsein ist keine ReligionZum Inhalt

„Wenn die Menschen wüßten, worum es sich beim Christsein in Wirklichkeit handelt, dann würden sie Schlange stehen.“
Die Sicht eines Physikers auf das Christsein - was es ist, wie man dazu kommt, und was für ein spannendes Leben sich daraus entwickelt - ist der Inhalt dieses Buches.
(Aus dem Vorwort, S. 10)

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Gray, Shelley Shepard: Wanted

For good or bad, our past transgressions and deeds make us who we are - even when we do things just to see what they are like. Even when we do things without meaning to hurt ourselves or other people.* (Seite 58)

 

Cover: WantedZum Inhalt

Seit langem ist Katie Brenneman heimlich in den Witwer Jonathan Lundy verliebt. Als dessen Schwester, die ihm den Haushalt führt, verreist, sieht sie ihre Chance gekommen: sie zieht zu Jonathan und seinen beiden Töchtern, um diese zu versorgen. Jedoch ist nicht immer alles so einfach, wie man sich das vorher vorstellt. Das Einleben wie die Beziehung zu Jonathan und den Mädchen gestalten sich zunächst schwierig, zumal Katie von ihrer Vergangenheit aus der „Rumspringe-Zeit“ eingeholt wird. Briefe treffen ein, in denen sie zu einem Treffen mit einer ehemaligen Freundin gebeten wird, von der sie dachte, sie würde sie nie wieder sehen. Katie, und nicht nur sie, muß sich darüber klar werden, was sie eigentlich wirklich will.

 

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Jennings, Regina: Der vertauschte Bräutigam (Rezension von Bernhard Gregor)

Hör auf, etwas zu tun. Hör auf, Dinge zu regeln, und lass den Garten einfach wachsen. Es wird genau das wachsen, was du gesät hast. (Seite 336)

 

Cover: Der vertauschte BräutigamZum Inhalt

Abigail Stuart aus Ohio arbeitet in den letzten Tagen des amerikanischen Bürgerkrieges als Krankenschwester in einem Lazarett. Einer ihrer Patienten, Jeremiah Calhoun, macht ihr vor seinem Tod ein seltsames Angebot: sie solle ihn heiraten, dafür würde sie seine Farm erhalten, wenn sie sich um seine Schwester und seine Mutter kümmern würde. Da Abigail nicht weiß, wohin sie nach dem Krieg gehen soll, willigt sie ein.
In Missouri angekommem, scheint es der Familie zwar seltsam zu sein, daß ihr Sohn geheiratet haben sollte, aber dennoch wird sie mit offenen Armen empfangen. Aber eines Tages taucht Jeremiah Calhoun auf - lebendig und offensichtlich jemand ganz anderes als der, den sie geheiratet hat...

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Austin, Lynn: Fionas Geheimnisse

“So etwas wie von vorne anfangen gibt es nicht“, sagte Eleanor mit tonloser Stimme. „Das ist ein Märchen. Wir können unserer Vergangenheit nicht entfliehen. Sie folgt uns, wohin wir auch gehen. Alles, was unsere Eltern getan haben und ihre Eltern vor ihnen - es verfolgt uns und wir können ihm nicht entfliehen." (Seite 201)

Cover: Fionas GeheimnisseZum Inhalt

Vor langer Zeit kehrte Kathleen ihrem Zuhause den Rücken zu, fest entschlossen, niemals zurückzuschauen. Fernab ihrer Heimat hoffte sie, ihre Scham über die Armut und die kriminellen Machenschaften der Familie abschütteln zu können.
Als Kathleen 35 Jahre später eine Einladung ihrer Schwester erhält, nimmt sie nur zögernd an. Mit ihrer Tochter Joelle im Schlepptau macht sie sich auf den Weg in ihre verschlafene Heimatstadt. Eigentlich soll der Ausflug die zerrüttete Beziehung zwischen Mutter und Tochter kitten. Doch die beiden tauchen ein in ihre bewegte Familiengeschichte und stoßen auf dunkle Geheimnisse.
Da ist Eleanor, Kathleens Mutter, die einmal so lebensfroh war. Kann ihre herzzerreißende Geschichte Licht in das Dunkel bringen? Und da ist Fiona, ihre Großmutter. Was hat es mit dieser rätselumwobenen Person auf sich? Schließlich muß Kathleen sich entscheiden: Vergeben oder Vergessen?

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Wallace, Amy: Die Stunden, die zählen

Manchmal müssen wir durchs Feuer gehen, bevor wir lernen, dass wir Gott vertrauen können. Wie müssen etwas selbst erleben, damit das, was wir im Kopf wissen, auch bis in unser Herz rutscht. (Seite 329)

Cover: Die Stunden, die zählenZum Inhalt

Clint Rollins hat eine Bilderbuchfamilie und einen Superjob als FBI-Agent. Dapaßt seine Diagnose Krebs überhaupt nicht hinein. Hart trifft sie auch seine Frau Sara. Als Onkologin ermutigt sie ihre Patienten immer, nie die Hoffnung aufzugeben und Gott zu vertrauen. Doch jetzt steht das Leben ihres eigenen Mannes auf dem Spiel und mit einem Mal erscheinen ihr ihre Aufmunterungen hohl und schal.
Als Clint trotz seiner Krankheit Jagd auf einen Serienmörder macht und sein Leben gefährdet, gerät Saras Welt endgültig ins Wanken. Und auch für Clint läuft alles auf zwei Fragen hinaus: Meint Gott es tatsächlich gut mit ihm? Und kann Clint ihm wirklich vollends vertrauen?

 

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Rubart, James L. "Das Vermächtnis des Zimmermanns"

Du kannst Deinem Schicksal eine Weile ausweichen, aber du kannst ihm nichtg ewig entfliehen. (Seite 235)

 

Cover: Das Vermächtnis des ZimmermannsZum Inhalt

Als eines Tages eine ältere Dame in Corins Antiquitätengeschäft tritt und ihm einen Stuhl überläßt, beginnt seine Welt aus den Fugen zu geraten. Es hat den Anschein, als ob ein kranker Junge, nachdem er auf dem Stuhl saß, wie durch ein Wunder geheilt wurde. Auch der seit Jahren währende Zwist mit seinem Bruder erleichtert die Situation nicht gerade, denn wenn der Stuhl einen Jungen heilen kann, dann seinen Bruder vielleicht auch? Aber dazu müßte der erst mal wieder mit ihm reden. In der Zwischenzeit tauchen merkwürdige Gestalten auf, die unter allen Umständen in den Besitz des Stuhls kommen wollen und in der Wahl ihrer Methoden zusehends weniger Skrupel kennen.

 

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