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Er wusste, dass ein Kommen der Dreh- und Angelpunkt der Menschheitsgeschichte war, der Höhepunkt von Gottes Erlösungsplan. Es gab keinen Plan B. (Seite 57f)

 

Cover: Messias ohne ManierenZum Inhalt

Jesus gilt vielen als ein faszinierender Mensch, der Frieden predigte. Aber wie paßt dazu, daß er im Tempel die Tische der Geldwechsler umstieß und sie verjagte, daß er einen Baum verfluchte, nur weil er gerade keine Feigen trug oder daß er tausende Schweine in den Tod schickte?
Mark L. Strauss nimmt sich solcher schwieriger Erzählungen im Neuen Testament an und erklärt sie für uns heutige, indem er die Zeitumstände zur Zeit Jesu darstellt und das Geschehen aus der Zeit und aus Sicht der Mitmenschen Jesu, die eine völlig andere Weltsicht hatten als etwa wir heute, erklärt. So werden diese Stellen verständlich und die Botschaft und der Anspruch Jesu treten um so klarer hervor.

 

 

 

Meine Meinung

Jesus von Nazaret glauben viele zu kennen. Und deshalb mögen ihn auch viele, selbst wenn sie ansonsten mit „seiner“ Kirche nicht allzuviel am Hut haben. Viele mögen die Version von Jesus, die sie sich von ihm machen. Aber haben sie wirklich den ganzen Jesus im Blick oder bauen sie ihre Sympathie auf wenige Schriftstellen, die sie kennen? Denn Jesus sagte nicht nur, daß man die andere Wange hinhalten oder die Feinde lieben soll. Er (ver-)fluchte, verdammte die Obrigkeit, warf Geldwechsler unter Anwendung von Gewalt aus dem Tempel und störte damit deren Geschäft oder schickte tausend Schweine in den Tod. Wie paßt das zu dem Bild des Friedens, das sich viele Menschen von ihm machen? Paßt das überhaupt zu ihm?

Es sind diese, teilweise überaus schwierig zu verstehenden Stellen im Neuen Testament, welche sich der Autor vornimmt und mit großer Sachkenntnis für die Menschen unserer Tage erklärt und interpretiert. Oft wird nämlich der Fehler gemacht, solche Vorkommnisse und Jesusworte mit und an den Maßstäben unserer Zeit zu messen, wodurch man sie nicht nur mißverstehen kann, sondern auch überhaupt nicht ahnt, welche Sprengkraft das für die Zeitgenossen Jesu hatte, wie ungeheuerlich ihnen vieles vorkommen mußte.

In Zwölf Kapiteln mit Überschriften wie „Revolutionär oder Pazifist?“, „Gesetzlich oder voller Gnade?“, „Höllenprediger oder sanfter Hirte?“ oder „Gescheiterter Prophet oder siegreicher König?“ entwirft der Autor ein Bild von Jesus, das so manchen überraschen dürfte. Vor allem aber löst er scheinbare Widersprüche auf, wenn Jesus beispielsweise zum einen großen Wert auf Familie legt, andererseits sich aber von seinen Blutsverwandten lossagt bzw. es so klingt, als ob er selbiges täte. Dabei zitiert Strauss immer wieder die entsprechenden Verse im Neuen Testament, aber auch die passenden aus dem Alten Testament. Den Menschen der Zeit Jesu waren viele Stellen aus dem AT geläufig, weshalb sie Anspielungen und Zusammenhänge verstehen konnten, die wir heute schlicht eben aus Unkenntnis des AT übersehen. Es ist ein großes Verdienst des Autors, eben solche Zusammenhänge aufzuzeigen.

Wichtig ist auch, daß Strauss ein eminent großes Wissen hat, dieses jedoch so darbietet, daß es auch für den „interessierten Laien“ gut und problemlos verständlich ist; er kommt ohne „Fachchinesisch“ aus. Dabei wird auch immer wieder deutlich, wie geradezu zentral eine genaue Übersetzung der Bibel ist. Denn manche Worte lassen sich verschieden übersetzen, weil sie im Original verschiedene Bedeutungen haben. Als Beispiel sei das Wort „hassen“ erwähnt, das man auch mit „weniger lieben“ übersetzen könnte, wodurch sich gleich ein ganz anderer Sinn ergibt (vgl. S. 161f). Es sind solche Feinheiten, auf die Strauss aufmerksam macht und dadurch zu tieferem - oder überhaupt erst richtigem - Verständnis verhilft.

Besonders interessant für mich war das Kapitel „Höllenprediger oder sanfter Hirte?“ (Seite 123ff). Ich habe schon etliche Erklärungen zum Opfertod Jesu gelesen, muß aber zugeben, daß mich bisher keine so recht überzeugen, oder genauer, mir diesen nachvollziehbar erklären konnte. Strauss ist dies als erstem Theologen nun überzeugend gelungen, indem er darlegt, daß es sich um einen geistlichen Kampf zwischen Himmel und Hölle handelt, den Jesus ausfocht und durch seinen Tod und Auferstehung diesen Kampf gewonnen hat.

Insgesamt ist dies ein Buch, das enorm viel an Informationen enthält und darob verdient, mehrfach gelesen zu werden, denn beim ersten Lesedurchgang wird man sich sicherlich nicht alles merken oder gar bemerken können, was in dem Buch steckt. Ein Buch, das ich mit großem Gewinn gelesen habe und welches gewißlich zu den besten Sachbüchern zählt, die mir je untergekommen sind. Jeder, der den wahren Jesus kennenlernen möchte, sollte zu diesem Buch greifen.

 

Mein Fazit

Ein sehr gut lesbares Buch, in dem anscheinend schwierige und widersprüchliche Aussagen und Handlungen Jesu verständlich und schlüssig erklärt werden. Sicherlich eines der besten Bücher zum Thema.

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Über den Autor

Mark L. Strauss hat an der University of Aberdeen studiert und ist seit 1993 am Bethel Seminary in San Diego/CA als Professor für Neues Testament tätig. Außerdem ist er Mitherausgeber der New International Version Study Bible. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Zu seinem Fachgebiet hat er etliche Bücher und Artikel veröffentlicht; dies ist die erste deutsche Übersetzung.

 

 

Bibliographische Angaben siehe diesen Beitrag: Strauss, Mark L.: Messias ohne Manieren (Buchdaten)

 

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Austin, Lynn: Fionas Geheimnisse

“So etwas wie von vorne anfangen gibt es nicht“, sagte Eleanor mit tonloser Stimme. „Das ist ein Märchen. Wir können unserer Vergangenheit nicht entfliehen. Sie folgt uns, wohin wir auch gehen. Alles, was unsere Eltern getan haben und ihre Eltern vor ihnen - es verfolgt uns und wir können ihm nicht entfliehen." (Seite 201)

Cover: Fionas GeheimnisseZum Inhalt

Vor langer Zeit kehrte Kathleen ihrem Zuhause den Rücken zu, fest entschlossen, niemals zurückzuschauen. Fernab ihrer Heimat hoffte sie, ihre Scham über die Armut und die kriminellen Machenschaften der Familie abschütteln zu können.
Als Kathleen 35 Jahre später eine Einladung ihrer Schwester erhält, nimmt sie nur zögernd an. Mit ihrer Tochter Joelle im Schlepptau macht sie sich auf den Weg in ihre verschlafene Heimatstadt. Eigentlich soll der Ausflug die zerrüttete Beziehung zwischen Mutter und Tochter kitten. Doch die beiden tauchen ein in ihre bewegte Familiengeschichte und stoßen auf dunkle Geheimnisse.
Da ist Eleanor, Kathleens Mutter, die einmal so lebensfroh war. Kann ihre herzzerreißende Geschichte Licht in das Dunkel bringen? Und da ist Fiona, ihre Großmutter. Was hat es mit dieser rätselumwobenen Person auf sich? Schließlich muß Kathleen sich entscheiden: Vergeben oder Vergessen?

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Strobel, Lee: Der Fall Jesus

"Glauben Sie mir, diese Veränderungen an den jüdischen Strukturen waren nicht einfach kleinere Veränderungen, die wir beiläufig vornehmen - sie waren absolut monumental. Das war so etwas wie ein soziales Erdbeben! Und Erdbeben ereignen sich nicht ohne Grund.“ (J. P. Moreland, S. 288)

 

Cover: Der Fall Jesus

 

Zum Inhalt

Angeregt durch die Konversion seiner Frau zum Christentum begann der bis dahin atheistische Lee Strobel damit, sich ernsthaft mit dem Christentum zu befassen. In gleicher Manier, wie er für seine Gerichtsreportagen recherchierte und schrieb, hat er für dieses Buch zahlreiche Fachgelehrte zu den Hauptthemen „Die Prüfung der Aufzeichnungen“, „Die Person Jesu“ und „Die Auferstehung“ befragt. So entsteht im Verlauf des Buches ein recht genaues Bild von Jesus, seiner Botschaft und wer er war.

 

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Müller, Titus: Der den Sturm stillt

Ein erstaunlicher Mann. Bin mir sicher, dass wir noch viel von ihm hören werden. Man hat den Eindruck er bringt etwas völlig Neues in die Welt. Oder etwas Uraltes auf eine neue Art. (Seite 90)

Cover: Der den Sturm stillt

 

Zum Inhalt

Die Erzählungen des Neuen Testamentes lesen sich manchmal etwas knapp und trocken, auf das Wesentliche konzentriert. Titus Müller erzählt bekannte Geschichten ausführlich nach und erweckt sie dadurch so zum Leben, daß man meint, selbst dabei gewesen zu sein. Und so ganz nebenbei gelingt es ihm dadurch, den tieferen Sinn und die Aktualität für unsere Tage aufzuzeigen.

 

 

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Turano, Jen: Zwei wie Hund und Katz

Er hatte mehr Mitgefühl, als Theodor ihm zugetraut hätte, aber dadurch stellte er eine noch größere Bedrohung dar.
Welche Frau konnte schon einem Mann widerstehen, der gut aussah, reich und auch noch mitfühlend war? (Seite 236)

 

Cover: Zwei wie Hund und KatzZum Inhalt

Arabella Becket, eine aktive Frauenrechtlerin, hatte nicht vor, im Gefängnis zu landen, als sie eine junge Frau vor einer überstürzten Heirat bewahren will. Noch weniger stand ihr der Sinn danach, von einem der größten Chauvinisten New Yorks - Theodor Wilder-, den ihre Mutter engagiert hatte, aus dieser mißlichen Lage befreit zu werden.
Zurück in New York, kreuzen zu beider Verärgerung sich ihre Wege stets aufs Neue. Richtig beunruhigend wird die Situation allerdings erst, als sich herausstellt, daß jemand Arabella nach dem Leben trachtet.

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Rubart, James L. "Das Vermächtnis des Zimmermanns"

Du kannst Deinem Schicksal eine Weile ausweichen, aber du kannst ihm nichtg ewig entfliehen. (Seite 235)

 

Cover: Das Vermächtnis des ZimmermannsZum Inhalt

Als eines Tages eine ältere Dame in Corins Antiquitätengeschäft tritt und ihm einen Stuhl überläßt, beginnt seine Welt aus den Fugen zu geraten. Es hat den Anschein, als ob ein kranker Junge, nachdem er auf dem Stuhl saß, wie durch ein Wunder geheilt wurde. Auch der seit Jahren währende Zwist mit seinem Bruder erleichtert die Situation nicht gerade, denn wenn der Stuhl einen Jungen heilen kann, dann seinen Bruder vielleicht auch? Aber dazu müßte der erst mal wieder mit ihm reden. In der Zwischenzeit tauchen merkwürdige Gestalten auf, die unter allen Umständen in den Besitz des Stuhls kommen wollen und in der Wahl ihrer Methoden zusehends weniger Skrupel kennen.

 

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